KLICK-Blog
Her mit dem neuen Jahr
Was 2012 auf uns zukommt...
Die ersten 50 Stunden sind vorbei. Zugegeben, 2012 hatte einen ruhigen und behäbigen Start. Aber so wird es nicht bleiben. Da bin ich sicher.
Denn während Andreas und ich im Laden zählen, zählen und zählen, arbeitet unser Hirn. Wie geht es in diesem Jahr weiter?
Unsere wichtigste Entscheidung: Was wird aus unserem Kaufhaus? Am 30. Juni läuft unser Mietvertrag aus. Werden wir in der Reinhardtstraße bleiben? Eine eher ruhige Straße, aber mit spannenden Nachbarn. Ziehen wir in eine belebtere Gegend? Erste Fühler haben wir ausgestreckt. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir eine endgültige Entscheidung fällen können. Fakt ist: Wir wollen weitermachen, denn KLICK-Germany ist Herzenssache. Wir lieben die vielen einzigartigen Produkte, die es bei uns gibt. Und bewundern die Menschen, die sie herstellen. An dieser Stelle gleich ein DANKESCHÖN an alle, die uns unterstützen, die zu uns halten, uns Mut machen. Danke an die vielen, vielen Hersteller, die unseren Laden mit ihren schönen Dingen bereichern. Danke an unsere Kunden, die treu immer wieder kommen.
Natürlich werden wir auch als Journalisten-Team wieder auf Tour gehen, spannende Geschichten für Frauenzeitschriften produzieren, aber auch für andere Magazine. Ob es neue Partner geben wird? Ich bin gespannt.
Am meisten vernachlässigt haben wir 2011 unser Online-Portal. Ich wünsche mir, dass wir 2012 wieder mehr neue Manufakturen präsentieren. Es gibt so viele tolle Bewerbungen. Doch es dauert einfach zu lange, bis wir sie einstellen. Und das ist auch noch eine unserer wichtigen Baustellen: wir müssen eine bessere Arbeitsteilung erreichen, müssen uns konsequenter Schwerpunkte setzen.
Sie sehen schon: auch 2012 wird ein aufregendes Jahr. Also her damit, packen wir es an. Und vielleicht komme ich ja auch wieder öfter dazu, Blog zu schreiben.
Doch jetzt heißt es erst einmal ganz profan: zählen, zählen, zählen.
Ich wünsche allen ein wundervolles 2012.
Aktuelles:
3000 "Freunde" auf Facebook
Bringt das was?
Oh ja, aber nicht das, was Social-Marketing-Experten aller Art versprechen. Ich habe keine rasanten Umsatzschübe. Aber immer wieder mal kommt ein Kunde in unseren Laden und erzählt: "Ich kenne dich von Facebook! Ich wollte immer schon mal vorbeikommen und nun bin ich endlich in Berlin." Dann freue ich mich.
Mir bringt Facebook darüber hinaus noch etwas ganz anderes: Eine ordentliche Portion Spaß. Ich liebe es, kleine Meldungen über meinen Alltag einzustellen. Ich fotografiere gerne, wenn wir auf Tour in Deutschland unterwegs sind, um neue Hersteller zu besuchen oder als Journalisten interessante Geschichten zu recherchieren. Ich zeige gerne meinen "Freunden", was wir für tolle Produkte im Laden haben. Denn ich bin selbst immer wieder hingerissen von den Ideen und der Sorgfalt der Hersteller.
Ich möchte mit meiner Begeisterung für Handwerk, Kreativität, Präzision, für die Arbeit der vielen Menschen in kleinen Manufakturen andere anstecken. Denn manchmal ahnt man gar nicht, was es alles gibt.
Früher habe ich ausführlicher hier im Blog über uns berichtet. Das kommt jetzt oft zu kurz. Aber ich schaffe es einfach nicht, regelmäßig zu bloggen. Wer trotzdem wieder mehr über uns erfahren möchte: Beobachten Sie uns einfach auf Facebook: http://www.facebook.com/jana.schuetze
mehr ›Der neue "Landspiegel" ist da
Magazin für natürliches Leben und Genießen
Bienen in der Großstadt, das soll gut sein? Die Entdeckung der Langsamkeit - Urlaub im Zigeunerwagen. Erbe verpflichtet - wie Gräfin Brueges von der Pfuhl ihr fast verfallenes Schloss rettete und viele weitere spannende Geschichten, dazu Rezepte, Tierporträts und Beautytipps...
Was wir mit dem "LANDSPIEGEL" zu tun haben? Andreas und ich haben als Journalisten-Team einige Geschichten für das Magazin produziert. So waren wir bei Gräfin Bruges von Pfuel. Sie hat uns erzählt, wie sie das Schloss ihres Großvaters erbte und in liebevoller, engagierter Arbeit wieder zu einem Glanzstück herrichtete. Sie rettete so ein Stück Kulturgut für die nächsten Generationen.
Familie Richter aus Berlin fuhr mit dem Planwagen durch die Uckermark. Für uns führte sie Tagebuch auf ihrer Reise. Ihr Fazit: Bei 4 Kilometern in der Stunde hat man genügend Zeit, die Vielfalt der Düfte zu atmen, die Farben der Natur zu erleben und die unterschiedlichen Geräusche von Vögeln, Bäumen und Wiesen zu hören.
Annette Müller, Imkerin aus Berlin erklärt, warum Honig aus der Großstadt lecker ist. "Berlin ist ein Paradies für Bienen. Es gibt viele Parks und Gärten, 416.000 Bäume, darunter 80.000 Linden. Hier blühen neben Obstbäumen wie Apfel, Birne, Kirsche und Quitte auch Laubbäume wie Ahorn, rote und weiße Rosskastanien, Robinien, Linden. Es gibt Vergissmeinnicht und Maiglöckchen, Sonnenblumen und Geranien, unzählige Wild- und Balkonpflanzen. Je nachdem, wer was anbaut. Die Bienen mögen Vielfalt." Berliner Honig gibt es natürlich auch auf KLICK-Germany zu kaufen.
Der LANDSPIEGEL konzentriet sich vor allem auf das Thema Nachhaltigkeit. "Wir wollten etwas Ehrliches schaffen, an das wir glauben können und mehr zu bieten hat, als gut gemachte Unterhaltung", sagt Herausgeber Horst Heiko Weising. Das Heft richtet sich an Menschen, denen die Zukunft unserer Erde am Herzen liegt, die ihren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen möchten. "Wir wollen nicht nur die heile Welt zeigen, sondern auch gesellschaftspolitisch die Dinge beleuchten", sagt Weising. Darauf zielt vor allem das Dossier ab, dass sich in dieser Ausgabe dem Thema Generationenkonflikt widmet.
Der LANDSPIEGEL hat 140 Seiten. Es gibt ihn jetzt am Kiosk. Vielleicht schauen Sie ja mal rein. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.
Hier ein kleiner Einblick ins Heft
mehr ›Mein Hirn hat ein Black Out
Heute in Mainz auf dem Campingplatz
Seit neun Tagen sind wir auf Tour. Wir waren in Köln bei der Dombaumeisterin, in Königswinter im Glasstudio Borowski, sind über die BUGA gelaufen, haben uns in Wiesbaden von Carlo Heller seine minutengenauen Sonnenuhren erklären lassen. Heute Abend sind wir mit einer Sandmalerin verabredet. Eine Woche voller Informationen, Wissen, Eindrücke. Jetzt stehen wir auf einem netten Campingplatz in Mainz direkt am Main. Es ist traumhaftes Frühlingswetter. Ich wollte die Zeit nutzen und schon mal einen Text schreiben. Doch: mein Hirn hat ein Black Out. Es produziert einfach keine guten Ideen. Hhmm, da werde ich ihm wohl eine Auszeit gönnen. Hoffentlich sprudelt mein Hirn morgen wieder.
mehr ›Ausgerechnet Hochzeitssuppe brachte den Erfolg
In der Altmark entdeckt
Im Sommer 2007 wollte Koch Wolfgang Mandelkow schon ins Auto einsteigen, um die Insolvenz seiner Gaststätte offiziell mitzuteilen. Seine Frau Anke sagte nur: "Warte noch einen Tag." Am nächsten Tag stieg sie selbst in das Auto. Sie fuhr in den nächsten Edeka-Markt. Ein einziges Glas "Hochzeitssuppe" ihres Mannes hatte sie dabei. An diesem Tag änderte sich das Leben der Mandelkows. Die Insolvenz konnte abgewedet werden. Anke gründete ein neues Unternehmen: Kelles Suppenmanufaktur. Heute produzieren sie 30000 Gläser im Monat, auch Hochzeitssuppe. Die meisten werden bei Edeka verkauft. Wir haben am Freitag die Mandelkows besucht, dieses Mal für Bild der Frau. Natürlich haben wir die Suppe gekostet. Leeeecker :-)
Sie merken es schon: Wir sind wir wieder auf Tour. Dieses Mal arbeiten wir vor allem als Journalisten-Team für den "Landspiegel".
In den letzten zwei Wochen waren wir natürlich vor allem in unserem Laden. Aber nicht immer komme ich dazu, Blog zu schreiben. Dabei gäbe es so viel zu berichten. Von der Baustelle neben dem Berliner Ensemble, die uns den letzten Nerv raubt. Soooo viel Dreck, wie die LKWs von dort in unserer Straße verteilen, habe ich noch nie erlebt. Und so putze, putze, putze und putze ich jeden Tag. Aber richtig sauber ist es nie. Gebaut werden noble Appartements, ein Hotel und Büros. Hoffentlich entschädigen uns die neuen Mieter für den Stress, den wir jetzt aushalten. Der Laden ist noch immer eine spannende Herausforderung für uns. Es gibt gute Tage (an denen wir mehr, als nur die Miete verdienen), schlechte Tage (da reicht es nicht mal für den Kaffee bei unserern Nachbarn). Es gibt Kunden, die so begeistert sind, dass sie gerne ihre Geldkarte zücken und Kunden, die nicht mal grüßen. Manchmal verkaufen wir nur Kleinkram. Dann wieder gibt es Tage, an denen teure Taschen oder Schmuck den Besitzer wechseln. Einen Trend jedoch haben wir noch nicht entdeckt. Aber wir haben den Laden ja auch erst neun Monate. Für Trends brauchen wir sicherlich mehr Zeit. Wir bleiben dran. Und wenn es etwas Neues gibt, werde ich hier berichten.
Jetzt aber sind wir erst einmal wieder auf Tour. Morgen sind wir bei der Dombaumeisterin in Köln. Im Laden werden wir unterdessen von July und Jule vertreten. Zwei nette Frauen. Die haben das echt im Griff. Können Sie sich von überzeugen :-)
mehr ›Bei Seehunden und dem letzten Häuptling
Bei den Ostfriesen entdeckt
Seehundstation Norddeich heute morgen 11 Uhr. Wir durften Tierpflegerin Lene beim Füttern über die Schulter schauen. In der Station erholen sich gerade 20 Seehunde von einer Lungenkrankheit. Schon bald werden sie wieder kräftig und gesund in der Nordsee schwimmen. Im Sommer kommen dann die Heuler, die von den Müttern verlassenen Seehundbabys. Ursache für das Leid der Tiere sind oft wir Menschen selbst. Wir gehen zu nah an die Tiere, wollen sie sehen, fotografieren. Und damit stören wir sie. Aber sie mit ihren riesengroßen Augen sind ja auch zu niedlich...
Ja, es gab sie wirklich: Häuptlinge in Ostfriesland. Die "Hovetlinge" übernahmen im 14. Jahrhundert Machtpositionen. Damals endete die Friesische Freiheit und Richter oder reich gewordene Leute bildeten den Stand der Häuptlinge. Haupteinkünfte der Häuptlinge war übrigens die Seeräuberei oder Landwirtschaft. Heute sind die meisten Burg...en der Häuptlinge zerstört. Enno Kempe, der zehnte Nachfahre eines Häuptlings in Groothusen, jedoch hat den Familienbesitz bewahrt. Unglaublich: Es gibt eine Ahnengalerie, in der Bilder aus dem 14. Jahrhundert hängen. Es gibt Urkunden aus dem 15. Jahrhundert, einen Brief von Alexander von Humboldt. Das ganze Haus atmet 600 Jahre Geschichte. Aber ihr glaubt ja nicht, wie kalt Geschichte sein kann. Das Haus ist nicht beheizt. Brrr, ich will keinen Winter mehr. Aber spannend war es doch.
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