Klotzkies: Alles Pappe, oder was?

Ahnungslos besucht Ingo Graetz aus Berlin mit seinem dreijährigen Enkel im Sommer 2008 ein Berliner Spielfest. Plötzlich steht er vor einem kleinen Stand mit riesigen Pappebergen. Dort falten Kinder aus feiner Wellpappe Pyramiden und Würfel, bemalen sie bunt. Der Berg an lustigen Bausteinen wächst und wächst. Fasziniert schaut Ingo dem Spiel der Kinder zu. "Ich fand die Idee so klasse: Bausteine zum Selberbasteln aus Pappe." Schnell kommt er mit dem Erfinder, Dr. Burow, ins Gespräch. Eine Begegnung, die das Leben des gelernten Kaufmannes verändert, der viele Jahre in großen Kaufhausketten Computerspiele gekauft und verkauft hat. "Ich übernahm Anfang 2009 die komplette Vermarktung der Klotzkies!" Zwar spielt Ingo Graetz noch immer gerne mit den Steinen aus Pappe. Aber heute kümmert er sich vor allem um die Produktion in einer kleinen Berliner Manufaktur und den Verkauf. Die Formen sind in der feinen Wellpappe vorgestanzt. Zusammenbauen müssen die Kinder dann die Würfel und Pyramiden alleine. "Ich staune immer wieder, wie schnell die Kinder den Dreh herausgefunden haben." Enkel Oskar ist jedenfalls begeistert: "Ich kann schon eine ganze Stadt aus meinen Klotzkies bauen."
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