Stadt im Ohr: Laufende Entdecker

Haben Sie schon einmal gehört, wie der Fernsehturm von den Jungen Pionieren besungen wurde? Oder wissen Sie wie vor 200 Jahren ein 80 Tonnen schwerer Findling nach Berlin transportiert wurde? Was hat Socks, der Kater vom Helmholtzplatz, zu erzählen? Zwei "Rucksack"-Berliner haben einzigartige Stadtführungen entwickelt: Hörspaziergänge
Erziehungswissenschaftler Ruben Kurschat ist im Harz aufgewachsen. Seit er im Berliner Friedrichshain lebt, liebt er es, auf Entdeckungstour zu gehen. Eines Tages besucht er eine Kunstausstellung in München, betrachtet mit Hilfe eines Audio-Guides die Bilder. "Damit müsste man doch mehr machen können", grübelt er. Gemeinsam mit Tobias Kley entwickelt er das Konzept von "Stadt im Ohr". Hörspiele zum Mitlaufen. "Wenn ich durch die Stadt gehe, will ich etwas entdecken, mich nicht vom Lesen im Stadtführer ablenken lassen. Ich will erleben." Und so sammeln die beiden Macher Geschichte und Geschichten, Gewöhnliches und Ungewöhnliches, Lieder, Wissenswertes. Verkriechen sich monatelang in Archive auf der Suche nach Originaltönen, interviewen Ureinwohner der Stadt. Ein "Entdecktor" führt von Station zu Station. Nach neun Monaten ist Anfang 2007 das erste Hörspiel "Mitte Schritte" fertig. Die Firma "Stadt im Ohr" wird gegründet.
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