Auf die Seife gekommen

Die bunten Tortenstücke duften verführerisch nach Orange und Schokolade, sehen richtig zum Anbeißen aus. Erst auf den zweiten Blick entpuppen sich die vermeintlichen Kalorienbomben als Seifenstücke. "Diese Dankeschön-Präsente, die Gäste bei Hochzeiten und anderen Festivitäten mit nach Hause nehmen dürfen, sind eine Spezialität von uns", erzählt Udo Zahneissen, Gründer und kreativer Kopf der Steinweilerer Seifenmanufaktur. Im Hauptberuf ist der 41-Jährige Physiotherapeut. "Ich wasche mir nach jeder Behandlung die Hände, manchmal bis zu 30mal am Tag. Vor vier Jahren bekam ich plötzlich Hautprobleme." Grund genug für den experimentierfreudigen Familienvater, zusammen mit Freund Markus und Frau Michele Naturseifen herzustellen. "Ich bin der Hexenmeister, der ständig neue Rezepte ausprobiert, Markus ist das Organisationstalent und der Computerexperte, meine Frau entwickelt die Badeprodukte." Und weil nicht nur die knallgelbe Spitzwegerich- Lemongrasseife - "unser Highlight" - immer mehr Abnehmer fand, sondern auch Radio- und Fernsehbeiträge die Seifenmanufaktur über die Südpfalz hinaus bekannt gemacht haben, ist aus dem Hobby längst ein zweites Standbein geworden. Zahneissen steht zwischenzeitlich einen Tag in der Woche in seinem Gewölbekeller, erhitzt ätherische Öle und Fette in einem Wasserbad und rührt Seifenlauge an. In der "gläsernen Manufaktur" können Besucher ihm bei der Seifenproduktion über die Schulter schauen.
Steinweilerer Seifenmanufaktur
(06349) 30 86



























