XOUDE: Leuchtender Radler

Radeln im Dunkeln ist gefährlich. Diese Erfahrung machte Olaf Boldt aus Rathenow. Obwohl sein Fahrrad ein funktionierendes Vorder- und Rücklicht hatte, wurde er beinahe von einem Auto über den Haufen gefahren. Anlass für ihn, ein neues Produkt zu entwickeln: Fahrradgriffe mit Beleuchtung.
Seine Idee: In ergonomisch geformte Fahrradgriffe hat er LEDs, also Leuchtdioden, eingebaut. Und zwar jeweils zwei Stück pro Griff. Sie werden gesteuert von einer handfesten Elektronik mit Leiterplatte und Chip, die unter anderem dafür sorgt, dass die Leuchtkraft unverändert bleibt. Normale Batterien sollen für 50 Stunden das Licht halten. Akkus können natürlich auch verwendet werden. Die Elektronik ist vor Nässe geschützt – unter Wasser leuchten die Griffe weiter.
Olaf Boldt: "Mit Einbruch der Dunkelheit verlagert sich das Unfallgeschehen stärker an den Straßenrand. Für überholende oder kreuzende Kraftfahrzeuge ist es unter eingeschränkten Sichtverhältnissen und in der Dunkelheit sehr schwer, die Konturen eines Fahrrades mit dem Auge zu erfassen und damit Distanzen als auch Geschwindigkeiten einzuschätzen. Besonders Kinder sind dabei gefährdet." Mehr als 75.000 Radfahrer verunglückten 2009 auf deutschen Straßen, davon mehr als 11.000 Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren. Dabei geschehen 90 Prozent dieser Unfälle innerhalb von Ortschaften.
Nachdem die Idee entstand, wurde diese 2009 als Gebrauchsmuster und XOUDE als Marke eingetragen. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen gegründet. 2010 erfolgte die Umsetzung der Idee im Rapid Prototyping mit anschliessender CE-Zertifizierung durch den TÜV. Diese Erfindung wurde beim Europäischen Patentamt angemeldet und geht einher mit dem Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung, welches die Sicherheit auf unseren Straßen erhöhen und Menschenleben durch Unfallvermeidung schützen soll.



























