Im nordwestlichsten Zipfel des Landes Brandenburg, ungefähr 130 Kilometer von Berlin entfernt, liegt die Prignitz. Hier wachsen Getreide und Sonnenblumen, hier erholt man sich in Thermalwassern. Doch niemand ahnt, dass mitten in dieser Idylle Füller und Stifte hergestellt werden, mit denen Präsidenten Verträge unterschreiben.
Start mit Materialresten
Unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs 1945 begann in einer Hinterhofgarage im Brandenburgischen Bad Wilsnack die Produktion von Schreibgeräten - mit einfachsten Mitteln und aus Materialresten. In dieser Aufbauphase verglichen sie die Mitarbeiter scherzhaft mit den "Alten Ägyptern". Deshalb wurde die erste Kollektion auf den Namen "Cleopatra" getauft, woraus kurze Zeit später der Name CLEO entstand.
Der Durchbruch
Den großen internationalen Durchbruch schaffte Cleo mit den Tuschezeichengeräten der Serie SKRIBENT, die in allen ehemaligen Ostblockstaaten vertrieben wurden und für Generationen von technischen Zeichnern im beruflichen Alltag unabdingbar wurden.

Es braucht seine Zeit
Viele Arbeitsschritte sind nötig, bevor aus diesem Granulat ein makelloser Füller wird.
Handbemalte Federn
Ist es Handwerk der Spitzenklasse oder schon Kunst? Jacqueline Heidel bemalt die Federn aus Gold, Platin oder Stahl. Weltweit einzigartig ist es, dass die Griffstücke und Zierteile des Füllers die gleiche Farbe haben wie die Muster der Federn. Kein Automat könnte so viel Gespür fürs Material entwickeln.
Unerlässliche Tugend: Geduld
Bis zu acht Stunden poliert Kerstin Schulze einen Stift, bis er perfekt glänzt. Seit über 20 Jahren ist Kerstin im Betrieb. "Es macht Spaß, etwas Schönes zu produzieren. Dinge, die andere erfreuen. Und ich bin stolz, wenn ich in den Nachrichten entdecke, dass Präsidenten zweier Staaten ihre Verträge mit unseren Stiften unterschreiben."
Garant der Weltspitze: gnadenlose Qualitätskontrolle
Nach jedem Arbeitsschritt werden die Stifte geprüft. Selbst unter dem Mikroskop darf kein Fehler, kein Kratzer zu sehen sein. Diese Sorgfalt in jedem Detail hat Cleo innerhalb von wenigen Jahren zu einer Firma mit Weltruf werden lassen.
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